Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne | ||
Presse Pressemitteilungen werden teilweise als PDF-Datei angeboten. Sie benötigen zur Ansicht den Acrobat-Reader von Adobe: Acrobat ReaderWestfalen-Blatt Schloß Holte-Stukenbrock, 16.07.2009 Spenden sichern Druck der neuen Broschüre
CSB-FWG-Vertreter überreichen 500 Euro für Informationsblatt über sowjetischen Friedhof Schloß Holte-Stukenbrock (kl). Die Broschüre über den sowjetischen Ehrenfriedhof in Stukenbrock-Senne kann im geplanten Umfang und Aufwand gedruckt werden. Dank mehrerer Spenden sind die Druckkosten gedeckt. Privatpersonen haben 550 Euro zur Verfügung gestellt, die Stadt zahlt einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro, und die CSB-FWG hat jetzt einen Scheck über 500 Euro überreicht. Oliver Nickel, der Leiter der Dokumentationsstätte Stalag 326, nahm gestern den Spendenscheck der CSB-FWG entgegen. »Das ist viel Geld für unseren Verein«, sagte Vorsitzender Uwe Thost. Gleichwohl habe in der Fraktion Einigkeit geherrscht, dass der Dokumentationsstätte unter die Arme gegriffen werden müsse. Thost griff die Diskussion im Kultur-, Tourismus-und Marketingausschuss auf. Einzig die CDU-Fraktion hatte sich gesperrt, den von der Verwaltung vorgeschlagenen Zuschuss aufzustocken. Dabei zeigten Beschlüsse über andere Zuschüsse, dass immer ein Weg gefunden werden kann, wenn es nur gewollt ist. Die Broschüre beschäftigt sich ganz überwiegend mit dem Friedhof. Oliver Nickel will dafür seine Magisterarbeit, die er vor drei Jahren beendet hat, überarbeiten. Das Heft, das einen Umfang von 24 bis 28 Seiten im Format DIN-A-4 haben wird, soll farbig bebildert werden. Als besonderen Hingucker plant Nickel einen Lageplan des Friedhofs, der nach den neuesten Erkenntnissen gezeichnet wird. Vorgesehen ist außerdem ein Interview mit dem Landschaftsgärtner, der von 1960 bis 1963 an der Neugestaltung der Anlage beteiligt gewesen ist. Der Leiter der Dokumentationsstätte räumte ein, dass auch er von der Ausschussentscheidung im Mai enttäuscht gewesen sei. Von den 750 Euro, die der Dokumentationsstätte jährlich von der Stadt zur Verfügung gestellt werden, sowie von den 1500 Euro, die an Mitgliedsbeiträgen über den Förderverein herein kommen, seien gerade mal die Betriebskosten gedeckt. Manche notwendige Neuanschaffung, beispielsweise moderne Computer seien nur zu finanzieren, weil sich Besucher immer wieder spendabel zeigten. Insbesondere Besucher aus Russland seien ausgesprochen großzügig und spendeten hohe Geldbeträge. 250 Exemplare sollen in der Erstauflage gedruckt werden, ob sie kostenlos oder gegen eine Gebühr an die Besucher abgegeben werden sollen, steht noch nicht fest. Neue Westfälische Schloß Holte-Stukenbrock, 13 Juli 2009 Spenden retten Geschichtsprojekt
CSB-FWG und weitere sieben Bürger überweisen der Stalag-Dokumentationsstätte 1.050 Euro Schloß Holte-Stukenbrock (sk). Das Hochglanz-Heft über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers „Stalag 326“ und den Friedhof mit den Massengräber in Stukenbrock-Senne kann nun doch erscheinen. Die Finanzierung ist gesichert. Das schien fraglich, nachdem sich die Stadt nur mit 50 Prozent, maximal 1.000 Euro, an den geschätzten Kosten von etwa 1.800 Euro beteiligt. „Wir hatten auf die komplette Finanzierung gehofft“, sagt Oliver Nickel, Vorsitzender des Förderverein, der die Dokumentationsstätte „Stalag 326“ auf dem Gelände der Polizeischule unterhält und ehrenamtlich intensive Geschichtsforschung betreibt. Der Förderverein ist arm wie eine Kirchenmaus. 1.500 Euro Mitgliedsbeiträge jährlich werden von den Betriebskosten gänzlich aufgefressen. Bleiben noch 750 Euro pro Jahr, die die Stadt überweist, für die übrigen Ausgaben. Für den Druck einer hochwertigen Broschüre wäre kein Geld übrig gewesen. In die Bresche gesprungen sind mit 550 Euro nicht nur sieben Spender, die in der Zeitung vom Dilemma des Fördervereins gelesen hatten, sondern auch die CSB-FWG. Die Unabhängigen im Stadtrat hatte geärgert, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Für den einen Verein werden Mittel und Wege gesucht und gefunden, um – unabhängig von Förderrichtlinien – Geld locker zu machen, für den anderen, zum Beispiel den Förderverein der Dokumentationsstätte, nicht. Uwe Thost, Roswitha Irmer und Rita Laabs überreichten gestern einen Scheck über 500 Euro. Das Heft im DIN-A4-Format wird in einer Auflage von 250 Stück erscheinen und maximal fünf Euro kosten. Historiker Oliver Nickel hat dafür seine Magisterarbeit über das Stalag und den Friedhof, auf dem überwiegend russische Soldaten beerdigt sind, zusammengefasst. Bebildert wird der Text mit zum Teil bislang noch nicht veröffentlichten Fotos. Hinzu kommen eine detailreiche Karte vom Friedhof und ein Interview mit dem Landschaftsgärtner, der den Friedhof Anfang der 60er Jahre neu gestaltet hat. „Daraus könnte man eigentlich ein Buch machen“, so Nickel. 2.000 bis 2.500 Besucher kommen jährlich in die Dokumentationsstätte, die wenigsten sind Schloß Holte-Stukenbrocker. Und dass sich heimische Schulklassen anmelden würden, betont der 39-Jährige, komme so gut wie gar nicht vor. „Dabei sind unsere Angebote besser als die vieler anderer Gedenkstätten.“ Neue Westfälische Schloß Holte-Stukenbrock, 13. Januar 2009 Ehre für die stillen Stars der Dokumentationsstätte
Förderverein zur Aufarbeitung der Geschichte des Kriegsgefangenenlagers „Stalag“ mit dem Bürgerpreis der Liberalen ausgezeichnet (...) Allen voran die Träger des Bürgerpreises 2009. Im vergangenen Jahr war die Auszeichnung an die Interessengemeinschaft (IG) Sennebäche gegangen. Diesmal entschied sich der FDP-Ortsverband wiederum für einen Aktivposten aus Stukenbrock-Senne. 300 Euro Preisgeld gingen an den Förderverein der Dokumentationsstätte Stalag 326. Oliver Nickel, der den Vorsitz seit knapp einem Jahr inne hat, und sein Vorgänger, Ehrenvorsitzender Werner Busch, nahmen die Auszeichnung entgegen. Der Förderverein engagiere sich seit vielen Jahren in herausragender Weise, lobte Ulla Lehmann. Mit der Aufarbeitung der Geschichte des Kriegsgefangenenlagers habe er sich verdient gemacht. Sicherlich könne das Preisgeld nicht den Umfang des Einsatzes widerspiegeln, sondern nur symbolische Bedeutung haben. „Aber verwenden können Sie es gewiss trotzdem.“ Wie die IG Sennebäche, so könne sich auch der Förderverein der Dokumentationsstätte Stalag 326 der Unterstützung des FDP-Ortsverbandes Schloß Holte-Stukenbrock gewiss sein, sagte Ulla Lehmann. „Soweit es uns möglich ist.“ Westfalen-Blatt Schloß Holte-Stukenbrock, 14. Januar 2009 Förderverein erhält FDP-Bürgerpreis
Lehmann: Gesellschaft lebt von stillen Stars - Kopp sagt Besuch zu Schloß Holte-Stukenbrock (ibe). Den FDP-Bürgerpreis 2009 hat im Rahmen des Senne-Neujahrstreffs im Forellkrug am Sonntagnachmittag erneut ein Preisträger aus Stukenbrock-Senne erhalten. Nach der Ernennung der IG Sennebäche im vergangenen Jahr darf sich nun der Förderverein Dokumentationsstätte Stalag 326 über ein Preisgeld von 300 Euro freuen. Persönlich berührt von dessen Arbeit, sagte die FDP-Bezirksvorsitzende Gudrun Kopp spontan zusätzliche Unterstützung zu. Aus ihrem Etat für Reisegruppen zum Bundestag wird sie sechs Vereinsmitglieder nach Berlin zu Besichtigungen und Gesprächen im Bundestag einladen. Dort sollen für den Verein kompetente und nützliche Gesprächspartner vermittelt werden. Außerdem kündigte sie an, Mitglieder des FDP-Bezirksvorstands und FDP-Bundestagskandidaten zu einem Besuch der Dokumentationsstätte noch in diesem Jahr einzuladen, um sich vor Ort über die Arbeit zu informieren. Ulla Lehmann, Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Schloß Holte-Stukenbrock, erklärte, warum der FDP-Bürgerpreis verliehen wird: »Er soll besonderes ehrenamtliches und uneigennütziges Engagement von Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ins Bewusstsein rufen, weil es eine urliberale Überzeugung ist, dass die Gesellschaft von den stillen Stars lebt, die eine ihrer tragenden Säulen sind und ein funktionierendes Gemeinwesen weiterhin garantieren«. Der diesjährige Preisträger stehe seit vielen Jahren in herausragender Weise für ein solches Engagement. Die unermüdliche Erinnerungsarbeit des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag mit seinen Kontakten zu staatlichen Stellen und Privatpersonen aus der ehemaligen Sowjetunion koste viel Geld. »Unser Preisgeld kann nicht den Umfang des Einsatzes widerspiegeln, sondern nur symbolische Bedeutung haben«, so Lehmann. Zeitung "Lotta", Ausgabe Winter 2008/2009 Die hier im Aufsatz angeführte Zahl der Toten entspricht nicht den aktuellen Forschungsergebnissen. "Das Stalag 326 VI K Senne in Stukenbrock. Gedenkstätten in NRW – Teil 6" von Günter Born | ||
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